Technische Trocknung
 
 
Für jedes Bauteil im Gebäude werden unterschiedliche Arten der technischen Trocknung benötigt. Die wichtigsten werden nachfolgend kurz beschrieben.
Die Installation der Trocknungsanlagen benötigt je nach Größe des Schadens ca. 2 -5 Stunden. Bei der Erstbesichtigung kann dies genauer abgeschätzt werden, sodass Sie sich darauf einrichten können.
Die Dauer einer Trocknungsmaßnahme beläuft sich auf ca. 10 - 14 Tage, in komplizierten Fällen kann aber auch eine längere Zeit benötigt werden. Nach Aufbau der Anlagen wird nach ca. einer Woche eine Zwischenmessung durchgeführt und in der darauf folgenden Woche die Endmessung. Die Messergebnisse werden protokolliert, damit der Verlauf der Trocknung nachvollziehbar ist. Sie erhalten nach Beendigung der Arbeiten ein detailliertes Messprotokoll.
Um eine schnelle Trocknungszeit zu gewährleisten, sollten die Trocknungsanlagen rund um die Uhr laufen. Der Stromverbrauch der Geräte wird Ihnen nach Beendigung der Trocknung in einem separaten Schreiben mitgeteilt. Informieren Sie ihren Energieversorger über den erhöhten Verbrauch, um ein Ansteigen der Vorauszahlung im nächsten Jahr zu vermeiden.
 
Dämmschichttrocknung
 
 
Um in Gebäuden eine Schalldämmung zu erreichen, wird unter den Estrich eine Trittschalldämmung eingebracht.
Diese Trittschalldämmung kann aus verschiedenen Materialien bestehen wie zum Beispiel Styropor, Styrodur, Mineralwolle oder ähnlichen Materialien.
 
Bei Wasserschäden wird diese Dämmschicht in vielen Fällen durchfeuchtet und bedarf einer technischen Trocknung, um ihre ursprünglichen Eigenschaften wieder herzustellen.
Ebenfalls ist anzumerken, dass bei einer längeren Durchfeuchtung der Estrich versanden kann, die angrenzenden Wände die Feuchtigkeit aufnehmen oder es kommt zu Schimmelbildung und der Schaden vergrößert sich.
 
Diese Dämmschicht kann auf verschiedene Arten getrocknet werden, wobei im Aufbau der Anlagen verschiedene Möglichkeiten bestehen. Das Prinzip dieser Trocknung ist weitestgehend immer gleich.
Ein Luftentfeuchter entzieht der Umgebungsluft die Feuchtigkeit und diese extrem trockene Luft wird mittels Seitenkanalverdichter durch die Dämmschicht geblasen.
 
Diese durchströmende Luft nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt sie über die Randbereiche( Randdämmstreifen ) wieder ab. Um das Einblasen zu ermöglichen, werden durch den Estrich Löcher mit einem Durchmesser von ca. 50 mm gebohrt, um die Luft direkt an diese Dämmung zu führen.
 
Um die Oberbeläge zu erhalten und dadurch den Schadenumfang gering zu halten kann dies auch von unten durch die Geschossdecke geschehen.
Sollte dies nicht möglich sein können auch verschiedene Sonderaufbauten genutzt werden die separat beschrieben sind.
 
Um eine eventuelle Kontermination der betroffenen Räume auszuschließen, kann die Luft auch durch die Dämmschicht gesaugt werden.
Der Aufbau ist im Prinzip gleich, nur mit dem Unterschied, dass die feuchte Luft nicht in den Raum, sondern an die Außenluft abgegeben oder durch einen HEPA Filter gereinigt wird.
Wand-/ Raumtrocknung
 
 
Sollte es sich bei einem Wasserschaden um durchfeuchtete Wände oder um einen durchfeuchteten Estrich handeln, kann dies durch eine Raumtrocknung beseitigt werden.
Dabei wird durch ein Trocknungsgerät die im Raum befindliche Luftfeuchtigkeit stark abgesenkt, damit die in den Bauteilen aufgenommene Feuchtigkeit schneller abgegeben werden kann.
Als Unterstützung sollte zusätzlich ein Ventilator betrieben werden, um eine ausreichende Zirkulation der Raumluft zu gewährleisten.
Einzelne Wände können mit einem Folienzelt verkleidet werden, um die trockene Luft direkt an dem betroffenen Bauteil wirken zu lassen. Diese Vorgehensweise bietet sich gerade bei großen Räumen an, da sich dort nur schwer die benötigte Luftfeuchte herstellen lässt.
Ebenso besteht die Möglichkeit mittels Infrarotheizplatten die betroffenen Wände zu erwärmen und so den Feuchteaustritt zu beschleunigen.
An den betroffenen Bauteilen sollten nach Möglichkeit alle Oberbeläge wie Tapeten, Anstriche oder PVC Beläge etc. entfernt werden, um den bestmöglichsten Trocknungserfolg zu gewährleisten.
Holzbalkendecken
 
 
Bei vielen älteren Häusern bis etwa 1940 besteht die Möglichkeit, dass es sich bei den Geschoßdecken um so genannte Holzbalkendecken handelt.
Der Aufbau dieser Decken besteht aus Trägerbalken, auf die von oben eine Dielung aufgebracht wurde. Die Füllung besteht in vielen Fällen aus einem Fehlboden der mit einer Dämmschicht aus Hochofenschlacke, Lehm, Spreu oder anderen Materialien aufgefüllt ist. Der untere Abschluss ist meistens eine Konterlattung, auf die ein Putzträger aus Schilfmatten und ein Zementputz aufgebracht wurde.
Sollte es bei diesem Aufbau zu einem Wasserschaden kommen, ist eine genaue Begutachtung dieser Decken unumgänglich, da bei einer falschen Vorgehensweise starke Bauschäden auftreten können,die sogar zum Einsturz führen können.
 
Bei der Trocknung dieser Decken wird in jeden Hohlraum, wie bereits beschrieben, die entfeuchtete Luft eingeblasen, welche dann an erstellten Ausblassöffnungen wieder austritt.
Wichtig ist dabei, dass sämtliche Hohlräume belüftet werden. Der Aufbau kann hier sowohl von oben, als auch von unten erfolgen.
Bei manchen Dämmstoffen, wie z. B Spreu, ist eine Trocknung nicht zu empfehlen, da durch das Zusammenspiel von Feuchtigkeit und organischen Material leicht ein Schimmelbefall entstehen kann.
Sollte eine Trocknung nicht möglich sein, muss das Dämmmaterial entfernt werden, was mit enormen Arbeits- und Kostenaufwand verbunden ist.
Bautrocknung
 
 
Bei der Austrocknung von Neubauten handelt es sich nicht um Trocknungsarbeiten nach Wasserschäden, sondern geht es dabei mehr um die Beschleunigung der Trocknungszeiten von neu eingebrachten Materialien wie zum Beispiel eines Fliesestrichs oder eines neu angebrachten Putzes.
Durch den Einsatz von Trocknungsgeräten können hier enorme wirtschaftliche Vorteile entstehen, da die nachfolgenden Gewerke eher ihre Arbeiten durchführen können. Ein Verzug im Bauablauf kann verhindert oder das Gebäude kann einfach nur schneller bezogen werden.

Sanierung

 
 
Nach Austrocknung des Wasserschadens sind in den meisten Fällen noch Sanierungsarbeiten notwendig. Dies kann das Erneuern der Tapeten sein, das Verlegen von neuen Bodenbelägen oder ähnliche Arbeiten, die in Verbindung mit dem Schaden stehen.
Sie brauchen dazu Maler, Bodenleger, Schreiner usw. und für jedes Gewerk auch einen Termin, damit sich der Handwerker ein Bild von der Arbeit machen kann. Sie bekommen für jedes Gewerk ein Angebot, welches Sie zur Versicherung weiterleiten müssen. Und dann müssen Sie es noch so koordinieren, dass alles reibungslos verläuft.
 
Hier kann ich Ihnen helfen!
 
Auf Wunsch erstelle ich bei der ersten Besichtigung des Schadens ein Angebot, welches sämtliche Arbeiten umfasst, die zur Wiederherstellung des Originalzustandes führen.
Für Arbeiten die nicht durch uns selbst ausgeführt werden können, arbeite ich mit regionalen Fachfirmen zusammen welche die Arbeiten zu Ihrer Zufriedenheit ausführen werden. Sie haben für alle Arbeiten nur einen Ansprechpartner.der Ihnen gern behilflich ist.
Das spart Zeit und Nerven, probieren Sie es aus!